
Vier Minuten Statement vor 600 versammelten Wiener Grünen – meine Textvorlage zum Nachlesen.
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Hinweis: mit der Nennung der weiblichen Form sind alle Geschlechter mitgemeint.
Liebe Grüne!
Ich heiße Susanne Nückel und halte es für wichtig und dringlich, dass sich kapitalismusfreie Alternativen in Wien entfalten und etablieren können.
Alternative Ökonomien sind ein Argument für alle, die zumindest schon Zweifel am herrschenden grausamen und schädlichen Wirtschaftssystem des Neoliberalismus und Kapitalismus hatten, und ein Traumpaket für Grüne.
Da gibt es:
- Junge Eltern, die sich ihre regionalen Bio-Lebensmittel kollektiv in einer Foodcoop organisieren
- Inklusive Generationen-WGs, die von einem Mietshäusersyndikat spekulationsfrei finanziert werden
- Menschen, die sich Zeit nehmen, eine Bank für Gemeinwohl auf die Beine zu stellen (wo auch ich mitwirke)
- Eine wachsende Lastenrad-Branche für fossilfreie Nahversorgung
- Neue soziale Netze durch gemeinsames Reparieren und Handwerken
Wenn wir die vorhandenen Ideen und Initiativen der solidarischen und Gemeinwohl-Ökonomie, der Commons und von „buen vivir“ bestmöglich auf Stadtebene unterstützen, in die Stadt bringen, dann verbessern wir gemeinsam mit Hilfe der Menschen, die mit uns die Achtsamkeit für Umwelt, Teilhabe, soziale Gerechtigkeit und sanfte Mobilität gemeinsam haben und dafür tätig sind, auch urgrüne Herzensangelegenheiten.
Und wenn wir sichtbar an ihrer Seite stehen, befinden uns in der Arena Wirtschaft.
Da gibt es mittlerweile viele schlaue und engagierte Menschen, die unabhängig von Konzernen, frei von Profitwahn und mit Freude am Tun alternativ wirtschaften und arbeiten.
(Und noch viel mehr, die es wollen und werden, sobald die Rahmenbedingungen besser sind …)
Menschen, die sich wundern, wo wir Grüne bleiben.
Mehr Platz für Alternative Ökonomien in Wien!
Mehr Platz in Budgets und Zeitungen, im öffentlichen und und den leerstehenden Räumen, in Klassen und Hörsälen, auf Infoscreens und der Messe Wien, in Katastern und Paragraphen.
Mehr Platz, wo er gebraucht und gewünscht wird.
Meine Vision, für die ich mich spürbar und lautstark einsetzen möchte:
wir haben das nächste Level freigespielt, Wien ist eine lebenswerte Stadt, in der die Bewohnerinnen würde- und sinnvoll arbeiten und nicht das Geld.
Wenn du mir zustimmst, dass Alternativen in der Wirtschaft möglich und nötig sind, und es ab 2015 jemanden, der deutlich dafür steht, im Grünen Rathausklub braucht, und wenn ich dich überzeugen konnte, dass ich die bin, die das glaubhaft mit Gespür, Begeisterung und Expertise macht:
Berücksichtige mich bitte bei deiner Wahlentscheidung,
schick deinen Freundinnen Tweets, Postings, SMS,
nimm deinen Stift und mach ein Rufzeichen neben meinen Namen in der Grünen Kandidatinnenmappe oder notier es sonst irgendwie, damit du nicht vergisst, mich zu wählen!