Wenn Herz und Hände untätig sind.
Wenn man müde ist nach dem Lesen von Gedichten.
Wenn man in seinen Gedanken gestört ist.
Wenn man Liedern und Melodien lauscht.
Wenn ein Lied zu Ende gesungen ist.
Wenn man an einem Feiertag allein im Haus weilt.
Wenn man die Ch’in spielt und Gemälde betrachtet.
Mitten in der Nacht, in ein Gespräch vertieft.
Vor einem klaren Fenster und einem sauberen Schreibplatz.
Mit bezaubernden Freunden und schlanken Konkubinen.
Bei der Rückkehr von einem Besuch bei Freunden.
Wenn der Tag klar ist und die Brise mild.
An einem Tag mit leichtem Regen.
In einem bemalten Boot nahe einer kleinen Holzbrücke.
In einem Wald mit hohen Bambusstangen.
In einem Pavillon mit Blick auf Lotusblüten an einem Sommertag.
Wenn man in einem kleinen Arbeitszimmer Weihrauch entzündet hat.
Wenn nach einem Festmahl die Gäste gegangen sind.
Wenn die Kinder in der Schule sind.
In einem stillen, abgeschiedenen Tempel.
In der Nähe berühmter Quellen und pittoresker Felsen.
Wenn die ersten Sonnenstrahlen den Weg in die Wohnung finden.
Wenn Kopf und Körper nach Zeit verlangen.
Wenn bittere Gedanken überhand nehmen.
Wenn Hände und Füße kalt sind.
Um statt alleine zu sein, die eigene Gesellschaft zu genießen.
Hsü Ts’eshu (gefunden in „Anleitung zum Müßiggang“ von Thomas Hodgkinson)