Menschenrechte, privat.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEM) würde ich jederzeit unterschreiben. Ähm, Moment – warum kann ich das eigentlich nicht?

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Den Text hat die UNO formuliert und als Resolution beschlossen, was völkerrechtlich nicht bindend ist. Bei der UNO sind anscheinend nur Resolutionen des Sicherheitsrates bindend – das runzelt einem doch die Stirn …

EU-mässig sieht es verbindlicher aus, das ganze heißt da „Charta der Grundrechte der Europäischen Union“.

Würde die Bedeutung der AEM nicht eine größere sein, wenn mehr Unterschriften drunter stehen? Die Werte und Forderungen können nicht allein von nationaler, staatlicher Macht gelebt und umgesetzt werden.

Es haben sich schon einige Leute Gedanken über eine alternative Formulierung als Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten gemacht. Das scheint in der Herangehensweise aber noch weniger eine Kampagne für Privatpersonen zu sein: ich konnte nur zwei englische Versionen finden. Hat sonst schon wer davon gehört?

Die erste wurde 1997 vom InterAction Council in Wien vorgeschlagen, die zweite spricht von Responsibilites und Duties und ist wohl mehr als elitär: „adopted by a high-level group chaired by Richard J. Goldstone under the auspices of the City of Valencia and UNESCO initiated and organised by the Valencia Third Millenium Foundation“.

Also, ich habe mir die beiden letzten Texte noch nicht durchgelesen und möchte zunächst mal die AEM formal und hochoffiziell unterzeichnen.

Blinks: