Tertiary may initiate Primary

Auf Wikipedia ist mir der Absatz „Enzyklopädie > Einordnung in den Wissenskontext“ aufgefallen (die Hervorhebungen sind von mir):

„Wissenschaftliche Forschung bezieht sich in erster Linie auf die Natur und die Handlungen des Menschen. Die Grundlage sind dann je nach Fach zum Beispiel Phänomene der Natur, Experimente, Umfragen oder historische Quellen. Darauf aufbauend verfassen Wissenschaftler Fachliteratur, oder sie reflektieren in ihren Arbeiten andere Fachliteratur. Erst nach dieser eigentlich wissenschaftlichen, nämlich forschenden Arbeit kommen Hilfsmittel an die Reihe, wie Einstiegslektüre, Atlanten oder Wörterbücher. Diese Abfolge von Quellen, Fachliteratur und Hilfsmitteln heißt im Englischen primary, secondary und tertiary sources.
Enzyklopädien sind demnach Hilfsmittel, die dem Leser einen ersten Zugang zu einem Thema verschaffen sollen. Ähnliches gilt für Lehrbücher und Wörterbücher, die historisch und der literarischen Gattung nach mit Enzyklopädien auch verwandt sind. Daraus wiederum ergibt sich der Charakter von Enzyklopädien und ihr Nutzen im Wissenskontext.
Dass Enzyklopädien sich eher am Ende der Wissensproduktion befinden, hat den Vorteil, dass die Aussagen in der Regel bereits etabliertes und kaum noch umstrittenes Wissen darstellen. Das beinhaltet aber ebenso den Nachteil, dass neue oder unkonventionelle Ideen ausgefiltert worden sind. Außerdem können sich von den Grundlagen über die Fachliteratur bis hin zu den Hilfsmitteln Fehler oder zu grobe Vereinfachungen eingeschlichen haben. Aus diesen Gründen ist immer wieder diskutiert worden, ob allgemeine Enzyklopädien von Schülern oder Studenten als Autorität zitiert werden dürfen.
An der Universität ist die Meinung verbreitet, dass allgemeine Nachschlagewerke in wissenschaftlichen Arbeiten nicht zu zitieren sind.“

Um sich also auf ein neues Thema einzulassen, empfiehlt es sich als erstes, eine Fachenzyklopädie zu lesen. Oder zumindest zu überfliegen. (Wenn es beim kurzen Überfliegen bleibt, interessiert das Thema doch nicht ausreichend, um den nächsten Schritt zu gehen!)

Auf neue Dinge – im Sinne von state-of-the-art – wird man nicht stossen. Da sich aber mit dem neuen Thema eine neue Welt auftut, kann es beim Lernen

  • Aha-Erlebnisse,
  • kreative gedankliche Verbindungen
  • und innovative Ideen

geben.

de.wikipedia.org/wiki/Enzyklopädie#Einordnung_in_den_Wissenskontext

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