Platzvision

Beim Sinnieren über Visionen für die Landstraße (hier bin ich Bezirksrätin) schaue ich mir Luftbilder des Online-Stadtplans an. Da fällt mir der Platz bei der ehemaligen „Niklasvorstadt“ auf:

Niklasvorstadt

Kreuzung Landstraßer Hauptstraße, Schlachthausgasse und Viehmarktgasse

Der Gemeindebau südöstlich der Kreuzung Landstraßer Hauptstraße und Schlachthausgasse ist am Gebiet der Niklasvorstadt erbaut. Auf der anderen Seite der Landstraßer Hauptstraße, die hier ihren Bogen zum Gürtel hinauf schlägt, ist ein Kasernengelände. Keine Ahnung, was mit dem Gebäude und der Fläche nördlich davon geplant ist. Hinter den Häusern am Rennweg (am Bild links unten) beginnen die Aspanggründe mit Mitteleuropas größter Passivhaussiedlung.
Der Häuserblock im Norden der Kreuzung gehört zum Paulusgrund. Die Freifläche im Nordosten ist immer noch mit Autos ohne Kennzeichen verstellt. Östlich anschließend sind die neuen Häuser des Karrée St. Marx und die Viehmarktgasse runter ist NeuMarx.

autoraum

Viehmarktgasse: Hier sind Autos zuhause.

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In der Beschreibung des Gemeindebaus steht:

Die ehemalige Vorstadt „Landstraße“ entwickelte sich aus einer Ansiedlung um das einst im Bereich des heutigen Rochusmarktes gelegene Kloster St. Nikolai. Um 1200 wurde diese Dorfgemeinschaft vor den Mauern Wiens als „Niklasvorstadt“ bezeichnet. Die Straße entlang der Ansiedlung wurde bereits im 2. Jahrhundert von den Römern genutzt. Etwa um 1300 findet sich erstmals die Erwähnung „An der Landstraße“. Sie führte vom Stubentor direkt nach Ungarn und gab der Vorstadt später ihren Namen.

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Dieser Platz hat das Potenzial, zu einem neuen Grätzelmittelpunkt zu werden. (Wer vor allem im Hochsommer die Kreuzung überquert, weiß, wie sehr eine Umgestaltung diesem städtischen Raum gut tun würde!)
Wie naheliegend ein Zentrum an dieser Stelle eigentlich ist, sieht man an der Karte mit den „Grätzelzentren“ des Bezirks:

graetzelzentren

Plätze der Landstraße

Eine Stadt der kleinen Wege braucht in fußläufiger Nähe einen Platz zum Verweilen und Versammeln. Ein Platz, wo man andere trifft und sieht und man selbst gesehen wird. Wo kulturelle und bürgerliche Aktivitäten Platz haben. Wo sich die Grätzelbewohner*innen zuhause, sozusagen heimatlich fühlen.

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Links: