Landstraßer Naturdenkmäler

Plan mit den Landstraßer Naturdenkmälern

Plan mit den Landstraßer Naturdenkmälern

In unserem Bezirk stehen zwölf Bäume unter Naturdenkmalschutz.

Zwei Weiße Maulbeerbäume (Morus alba)

Weißgerberlände 42
Geschützt seit 14.09.1972, weil „dieses Naturgebilde ein besonders schöner und gesunder Maulbeerbaum ist, der wegen seiner Eigenart und seiner relativen Seltenheit im Wiener Stadtbereich erhaltungswürdig ist. Insbesonders kommt dem gegenständlichen Naturgebilde kulturhistorischer Wert zu, da im 3. Bezirk sowie in anderen Vororten Wiens seinerzeit die Seidenproduktion die Pflanzung von Maulbeerbäumen zur Voraussetzung gehabt hat. Der Maulbeerbaum an der Weißgerberlände stellt einen der letzten Zeugen dieser in die Maria Theresianische Zeit zurückreichende Maulbeerbaumbestände dar.“

Landstraßer Hauptstraße 4A
Geschützt seit 03.12.1936, weil „das unter Schutz gestellte Naturgebilde ein alter Maulbeerbaum ist, der infolge seiner Seltenheit und seines geschichtlichen Wertes (er ist bereits im Jahre 1710 in der Klosterchronik des Elisabethinen Konvents erwähnt) eines der bemerkenswertesten Naturdenkmäler Wiens darstellt und daher erhaltungswürdig ist.“

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Eine Stieleiche (Quercus robur)

Grimmelshausengasse/Bayerngasse
Geschützt seit 14.04.1938
„Die in einem Garten befindliche Eiche wurde aufgrund ihres Stammumfanges als schutzwürdig erklärt.

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Drei Morgenländische Platane (Platanus orientalis)

Rennweg 14
Geschützt seit 22.12.1936
„Mozart-Platane: Durch das amtliche Ermittlungsverfahren wurde festgestellt, dass die unter Schutz gestellte Platane infolge ihrer Seltenheit und ihres geschichtlichen Wertes eines der bemerkenswertesten Naturdenkmäle Wiens darstellt und daher erhaltungswürdig ist.“

Ungargasse 60
Geschützt seit 25.09.1942

Kleingasse 3
Geschützt seit 31.03.1952
„Durch das amtliche Ermittlungsverfahren wurde festgestellt, dass die als schutzwürdig erklärte Platane eine Höhe von 21 m, einen Brusthöhenumfang von 2,5 m und einen Kronendurchmesser von 18 m aufweist.“

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Drei Eiben (Taxus baccata)

Rennweg 12 – auf dem Grund des Europäischen Patentamtes.
Geschützt seit 03.12.1936
„Durch das amtliche Ermittlungsverfahren wurde festgestellt, dass die unter Schutz gestellten Naturgebilde, drei starke Eiben von besonderer Seltenheit sind, wovon eine ihres geschichtlichen Wertes als tausendjährige Eibe (mit einem Stammumfang von 3,20m) zweifellos eines der bemerkenswertesten Naturdenkmäler Wiens darstellen und daher erhaltungswürdig sind.“

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Zwei Kalifornische Flußzedern (Calocedrus decurrens)

Landstraßer Hauptstraße 138
Geschützt seit 25.09.1942

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Eine Silberpappel (Populus alba)

Erdbergstraße EINLAGEZ. 2306
Geschützt seit 08.11.2007
„Die Silberpappel ist ein sehr schön gewachsener Baum, dessen Vitalität noch auf viele Jahre gesunden Wachstums hinweist. Aufgrund des besonderen Gepräges, dass sie der Landschaftsgestalt verleiht, stellt sie ein schützenswertes Naturgebilde dar.“

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Die rechtliche Grundlage steht im §28 des Wiener Naturschutzgesetzes – Naturdenkmäler: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Landesnormen/LWI40009009/LWI40009009.html

Gibt es tatsächlich in unserem Bezirk nur 12 Bäume, die „wegen ihrer besonderen Funktion für den Landschaftshaushalt erhaltungswürdig sind“?

Grafik zu den Jahreszehnten, seit denen sie geschützt sind:

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Der Erhalt eines ausgeglichenen und „menschenfreundlichen“ Landschaftshaushaltes wird durch die Klimakrise wichtiger. Was ist überhaupt ein Landschaftshaushalt? Laut spektrum.de:

„das Beziehungs- und Wirkungsgefüge zwischen Lebewesen und Geoökofaktoren in einer Landschaft und zwischen benachbarten Landschaftsräumen. Aufgrund der anthropogenen Eingriffe in die Landschaft kann der Landschaftshaushalt nicht mehr als Naturhaushalt bezeichnet werden. Es besteht ein Funktionszusammenhang zwischen verschiedenen Landschaftshaushaltsfaktoren, die miteinander ein offenes System bilden, das sich in einem Fließgleichgewicht befindet. (…)“

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Links: